Rezensionen,  Science Fiction

Red Shirts

Red Shirts persifliert die Star Trek Reihe auf eine sehr liebevolle und respektvolle Art.

Wie oft habe ich mir beim anschauen von Star Trek an den Kopf gefasst und mich gefragt, wo da die Logik bleibt bei all den Ungereimtheiten. Aber es hat trotz allem Spaß gemacht. Und genauso ist dieses Buch. Es ist abgefahren und macht eine Menge Spaß.

 Vielleicht denken jetzt viele an die neue Serie Star Trek: Lower Decks,  oder an The Orville. Aber Scalzi war der Erste. der Roman kam 2012 auf den Markt.   

Warum fange ich gerade mit Red Shirts an, wo der Autor John Scalzi doch auch viele andere tolle Bücher geschrieben hat?

Zum einen, weil ich es kann, zum anderen weil es ein Solo Roman ist und sich somit zum Einstieg gut eignet. Und vor allem ich bin mit Star Trek großgeworden.

Was ist ein Red Shirt, werden sich vielleicht jetzt manche fragen. Red Shirts sind Mitglieder der Sicherheitsmannschaft. Die welche die Aussenmissionen unterstützen, um für Sicherheit zu sorgen. Eigentlich um das Feuer auf sich zu lenken, da ihre Lebensspanne recht kurz ist. Spätestens wenn das Red Shirt was sagen durfte, war es das.

Aber das gehört halt genauso zu Star Trek wie das umhertrudeln wenn die Enterprise beschossen wurde. Gene Roddenberry wurde mal gefragt, warum es keine Gurte an den Sitzen auf der Brücke gibt. Die Besatzungsmitglieder fliegen ja nur so durch die Gegend bei Treffern. Seine Antwort war simple und einleuchtend. Genau deswegen gäbe es keine Sicherheitsgurte.

Die klassische Opferrolle, so steht es sogar bei Wikipedia.

Und der Klappentext verspricht nicht zu viel:
Sie sind immer die Ersten – tot oder lebendig … Fähnrich Andy Dahl heuert als Redshirt auf der Intrepid, dem Flaggschiff der Universal Union, an. Damit geht für den jungen Mann scheinbar ein Traum in Erfüllung. Bis er feststellt: Die Sterblichkeitsrate unter seinen Kollegen mit der roten Oberbekleidung auf Außeneinsätzen ist erschreckend hoch - und steigert sich noch, wenn ein Führungsoffizier mit dabei ist. Fest entschlossen, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, wagen sich Dahl und seine Kollegen dahin, wohin noch nie zuvor ein Mensch gegangen ist: In die Wartungsschächte der Intrepid.

Scalzi hat sich dieser Thematik wunderbar humoristisch und wahnwitzig komisch angenommen. Einige Kenner von Star Trek TOS (The Original Series) werden aus dem Kichern nicht mehr rauskommen. Andere werden ihn bestimmt auch für dieses blasphemische Verhalten aus der nächsten Luftschleuse schubsen wollen. Leider weiss ich nicht was William Shatner zu dem Buch sagte. Aber auch nicht Trekkies werden ihren Spaß damit haben. Ich habe das Buch vielen Freunden empfohlen, welche meine Vorliebe für Star Trek nicht teilen, auch die waren durchweg begeistert.

Für wen eignet sich das Buch?
Für jeden der witzige, cleverer und actionreiche Lektüre haben will, welche kurzweilig und spannend geschrieben ist. Für alle Freunde von guter Science Fiction und es ist eine gute Anleitung für aufstrebende Drehbuchschreiber.

Bildquellen

"You want weapons? We're in a library. Books are the best weapon in the world." Der Avatar ist übrigens von dem großartigen David Revoy https://www.peppercarrot.com/extras/html/2016_cat-generator/?seed=

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