Persönliches

10 Gründe fürs Selfpublishing

Für meinen Erstling habe ich lange hin und her überlegt, recherchiert und mich dann ganz bewusst fürs Selfpublishing entschieden. Ich finde, dass die Vorteile überwiegen, gerade für einen Neuautor.

Was alles für ein Selfpublishing spricht:
  • Die frustrierende Suche nach Agent und/oder Verlag, der einem (nach einem halben Jahr Manuskriptprüfung) dann meistens doch absagt, entfällt.
  • Das Buch ist sofort verfügbar. Bei einem Verlag dauert es vom Vertragsabschluss bis zur Veröffentlichung ein bis zwei Jahre (!). Eher sieht man als Newcomer auch keine Kohle.
  • Man behält sämtliche Rechte und Gestaltungsmöglichkeiten in der Hand. Bei einem Verlag kann man oft nicht mal mehr beim Cover und Titel mitreden.
  • Auch über den Inhalt hat man die alleinige, volle Kontrolle und muss sich nicht dreinreden lassen.
  • Man kann das Buch schreiben, das man möchte, auch wenn es nur eine winzigkleine Nische bedient. Solange man selbst nicht zu den namhaften Autoren zählt, hat bei einem Verlag alles, was sich außerhalb des Mainstreams bewegt, keine Chance.
  • Das Buch bleibt sicht- und verfügbar, solange man es selbst möchte. Bei einem Verlag verschwindet es nach dem Launch (es sei denn, es ist ein riesiger Erfolg) sehr schnell im Nirwana der nicht-mehr-lieferbaren-Bücher und liegt auch nirgendwo mehr aus.
  • Die Tantiemen sind höher.
  • Nachträglich einen Fehler entdeckt? Kein Problem, einfach im Manuskript ändern und neu hochladen.
  • Mittlerweile kann man problemlos sein E-Book gleichzeitig als Book on demand herausbringen. Damit bedient man auch die Leser, die lieber ‚echte‘ Bücher in Händen halten, und man hat auch was zum ins Regal stellen 😉
  • Marketing muss man zwar komplett selbst übernehmen, allerdings ist das als Neuling bei den großen Verlagen nicht mehr viel anders. Die unternehmen werbetechnisch kaum noch etwas für einen Erstautor.
Die Gegenargumente:

Ein Verlag kümmert sich um Dinge wie

  • Lektorat und Korrektorat
  • rechtliche Fragen
  • Covererstellung (toll, wenn man selbst damit nicht viel ‚am Hut hat‘)
  • Vermarktung (Tendenz fallend, zumindest bei Neuautoren)

… nicht zuletzt wird zwischen einem ‚echten‘ und einem selbstverlegten Buch immer noch ein mehr oder weniger großer Unterschied gemacht; als Selfpublisher steht man gerne noch in der Ecke bei den ‘Schmuddelkindern’ und wird oft nicht so richtig ernst genommen. Ich denke aber, diese Kluft wird sich in der nächsten Zeit ständig weiter verkleinern.

Zumindest was dieses Thema angeht, leben wir in einer tollen Zeit. Es war noch nie so einfach, sein eigenes Buch zu veröffentlichen.

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