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Putlitzer-Preis 2023

Nachdem ich im letzten Jahr mit meiner Kurzgeschichte Zettelwirtschaft leider nicht punkten konnte, versuche ich es in diesem Jahr erneut. Das Thema ist “Scheinbar”. Zunächst fiel mir nichts dazu ein. Da ich aber gern mitmachen wollte, habe ich versucht, mich schrittweise anzunähern. Meiner Ansicht nach ist dazu kaum etwas geeigneter als ein Brainstorming mit sich selbst. Was sich banal, möglicherweise auch ein wenig abgehoben anhören mag, ist ein Mittel zur Ideenfindung, das geerdeter eigentlich nicht sein kann.

Mein Lieblingstool auf dem Weg zur Entwicklung einer Geschichte sind die Denkbretter der Autorensoftware Papyrus Autor, die wir unseren Lesern Anfang 2021 vorgestellt haben (Papyrus Autor).

Ich habe also ein Denkbrett erstellt, auf dem ich zunächst alles zusammengetragen habe, was mir zu dem Wort “scheinbar” und seiner Bedeutung eingefallen ist. Ich konzentrierte mich auf die Definition des Wortes, doch kam ich dabei von “Hölzken auf Stöcksen”, wie man am Niederrhein sagt. Anders ausgedrückt: Mein Brainstorming fruchtete bereits an dieser Stelle, weg von der Definition – hin zu einigen brauchbaren Ideen, sodass ich vergangenen Samstag konkret loslegen konnte.

Es sprudelte nur so aus mir heraus. Idee – Anfang – Mittelteil – Ende – wow!

Nun gilt es, sich an die Feinheiten zu begeben. Ist der Inhalt stimmig? Gibt es unnötige Wiederholungen? Fehlt etwas? Kommt der Charakter der Hauptfigur so rüber wie ich es mir vorstelle? Hat die Geschichte selbst Charakter, Atmosphäre, das richtige Überraschungsmoment am Ende?

Ganz zum Schluss noch mal die Interpunktion checken und Rechtschreibfehler aufspüren.

Ende nächster Woche lese ich mir die Geschichte selbst laut vor. Für mich ist das der beste Weg, letzte Fehler zu finden und die Leseflüssigkeit zu überprüfen. Danach steht der Teilnahme nichts mehr im Wege.

Bildquellen

  • Die Buchnachteule Scheinbar: Bildrechte beim Autor

Ich bin 55 Jahre alt. Katzen-(dressur), Pferde, Motorräder, Musik, Garten, Australien ... meine Interessen sind vielseitig. Die Begeisterung für Sprache hatte sich schon im Vorschulalter eingestellt. Stolze Eltern, gute Noten in Deutsch und Englisch. Abitur, Lehre, Job - So weit, so gut. Und dann der Geburtstagswunsch meines langjährigen Partners und heutigen Ehemannes: Ein Buch! Sein Wunsch war mir Befehl. Seitdem höre ich auf meine Protagonisten ... Absurd, aber wahr.

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