Yoro/Mary Jahn

Worte sind Magie! Das habe ich schon sehr früh erkannt, was sicher auch Zeit und Umständen geschuldet war. Fernsehen war damals noch Luxus (ich bin ein 1964er Jahrgang), und so Sachen wie Smartphone, Tablet oder Playstation gab es schlicht und einfach noch nicht. Da blieb es nicht aus, dass man diesen komischen Dingern aus Pappe und Papier von Anfang an viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt und sich gefragt hat, wozu die eigentlich gut sind.

Sobald ich begriffen hatte, dass da nicht nur Bilder, sondern auch lauter tolle Geschichten drinne stehen, war ich der Sache verfallen. Rettungslos. Es war nett, etwas vorgelesen zu bekommen, doch sehr schnell wollte ich das auch selber können. Meine Mutter hatte mir dann immer mit diesen Buchstabenkeksen Wörter gelegt, und alles, was ich davon lesen konnte, durfte ich aufessen.

Den eigentlichen ‘Klick’ (ich kann mich bis heute daran erinnern) passierte dann eines Abends, ich war knapp fünf Jahre alt, als ich auf meinem Bett saß und in einem alten Taschenkalender blätterte. Plötzlich schoben sich diese seltsamen schwarzen Zeichen zusammen und ergaben einen Sinn. Einen, den ich LESEN konnte!

So nahm die Sache ihren Lauf.
Inzwischen habe ich eine ganze Menge ‘für die Schublade’ geschrieben, habe gerade einen Fantasy-Krimi in Arbeit – und, Stand Dezember 2020, meinen Erstling frisch veröffentlicht.


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